Allgemeininformation
Geographie
Kambodscha liegt in Südostasien auf der Indochinesischen Halbinsel und wird geografisch durch ein zentrales Tiefland geprägt, das von Gebirgen und Hochplateaus eingerahmt ist. Mit einer Fläche von etwa 181.035 km² ist es ungefähr halb so groß wie Deutschland. Die Küste hat eine Länge von 443 Kilometern. Kambodscha grenzt im Westen und Nordwesten auf 803 Kilometern an Thailand, im Norden an Laos (541 km) sowie östlich und südöstlich an Vietnam (1.228 km).
Klima
Das Land liegt vollständig in den Tropen und wird vom Monsun bestimmt:
Regenzeit (Mai bis Oktober): Feuchte Südwestmonsune bringen starke Regenfälle und hohe Luftfeuchtigkeit.
Trockenzeit (November bis April): Der Nordostmonsun sorgt für trockenes Wetter. April ist meist der heißeste Monat mit Temperaturen über 35 °C.
Bevölkerung
Bevölkerung befindet sich in einer Phase des stetigen Wachstums und ist durch eine sehr junge Altersstruktur geprägt.
Hier sind die aktuellen Eckdaten zur Bevölkerung (Stand 2026):
Gesamtbevölkerung: Die Einwohnerzahl wird für Mitte 2026 auf etwa 18,05 Millionengeschätzt.
Wachstum und Dichte: Die Bevölkerung wächst jährlich um etwa 1,1 bis 1,2 %. Die Bevölkerungsdichte liegt bei circa 100 bis 102 Personen pro km².
Altersstruktur: Kambodscha hat eine der jüngsten Bevölkerungen Südostasiens. Das Medianalter liegt bei etwa 26,4 Jahren. Rund 30 %der Menschen sind unter 15 Jahre alt, während nur etwa 6 % über 65 Jahre alt sind.
Urbanisierung: Etwa 27 %der Bevölkerung leben in Städten. Die Hauptstadt Phnom Penh ist mit geschätzt 2,5 Millionen Einwohnern das mit Abstand größte urbane Zentrum.
Ethnien und Religion: Die Khmerstellen mit etwa 90–94 % die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung. Zu den Minderheiten gehören Cham (Muslime), Chinesen, Vietnamesen und indigene Bergvölker. Rund 95 % der Menschen bekennen sich zum Theravada-Buddhismus.
Lebenserwartung: Diese ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen und liegt aktuell bei etwa 74 bis 77 Jahren.
Sprachen/Fremdsprachen
Ursprung: Khmer gehört zur austroasiatischen Sprachfamilie (verwandt mit dem Vietnamesischen). Im Gegensatz zu vielen Nachbarsprachen wie Thai, Vietnamesisch oder Laotisch ist Khmer keine Tonsprache.
Schrift: Das Khmer-Alphabet (Akshara Khmer) stammt von der altindischen Brahmi-Schrift ab. Es gilt als eines der längsten Alphabete der Welt mit 33 Konsonanten, 23 Vokalen und weiteren Sonderzeichen.
Einflüsse: Durch die Religion (Buddhismus und Hinduismus) gibt es viele Lehnwörter aus dem Sanskrit und Pali.
Englisch: Ist heute die wichtigste Zweitsprache, besonders bei der jungen Generation, im Tourismus und im Geschäftsleben in Städten wie Phnom Penh oder Siem Reap.
Französisch: Als ehemalige Kolonialmacht hinterließ Frankreich tiefe Spuren. Heute wird Französisch jedoch fast nur noch von der älteren Elite oder in speziellen Bereichen wie der Medizin und dem Recht gesprochen.
Chinesisch (Mandarin): Gewinnt durch massive Investitionen aus China stark an Bedeutung, vor allem in Wirtschaftszentren wie Sihanoukville.
Die offizielle Amtssprache Kambodschas ist Khmer (auch Kambodschanisch genannt). Sie wird von über 95 % der Bevölkerung gesprochen.
Hier sind die wichtigsten Fakten zur Sprache:
Ein paar hilfreiche Begriffe:
Guten Tag: Choum Reap Sour (höflich) oder Sous-dey (informell)
Danke: Arkoun
Ja / Nein: Baat (Mann) / Chas (Frau) für Ja; Ot-te für Nein.
Küche
Update: 27. März 2026