Prasat Andong Preng

Rohrpostabschickstelle

[Geschrieben von Davinn Chhim, durchgelesen von Fr. Helga Grandis, Phönix Reiseleiterin]

Nach der Erzählung von Herrn Ith Leang Hour, einem Mittelsmann von Watt Hanchey (2009)

Schon in lägerer Zeit (in Chen La) gab es einen Kleinkönig (Sdech Tranh), in dessen Reich heutige Watt Hanchey sich befand. Er lies Tempel auf dem Hügel Han Chey auch bauen. Einer seiner Tempel heisst Prast Andong Preng. Er befindet sich hinter einem kleinen Gebäude von der östlichen Aufgangstreppe. Er ist heute schwer beschädigt worden. Man sieht heute nur noch die Grundmauer und ein Loch in der Mitte. Das ist der Prasat Andong Preng.

 

Das Loch in der Mitte des Tempels ist eigentlich ein Tunnel vom Tempel zu Mekong. Dieser diennte in der Kleinkönigszeit als Rohrpost. Von hier aus schickte er seine Geheimbotschaften zu Landsleuten im Norden (Laos?) und im Süden (Preynorkor/Saigon/im heutigem Vietnam). Seine Geheimhnisse sind folgendes:

 

Der Kleinkönig lies Krokodile als Postboote trainieren. Sie sollten wissen, wohin sie die Post liefern. Dafür waren Kokosnüsse nötig. Sie müssten entweder von oben oder von unten angebrannt werden, damit die Tiere erkennen könnten wohin damit. Wenn der Nuss oben angebrannt ist, dann bedeutet das, dass dieser nach Norden gehen soll und wenn die Brannstelle unten zu sehen ist, geht die Post aber nach Süden.

 

Wenn der Kleinkönig seine Nachricht nach Norden oder Süden schicken wollte, schrieb er erst einen Brief, dann wurde er wasserdicht versiegelt, danach in einen angebrannten Nuss gesteckt und am Ende wurde er in das Loch im Tempel rein geworfen. Der Kokonuss tauchte wenig später im Mekong auf, wo die Krokodile lebten. Da sie schon wussten, bekam dann der Adressat seine Post. Und so konnte der Kleinkönig sein Machtbereich gut regieren und seine angreifenden Feinde immer ohne Schwierigkeiten zurückschlagen und sein Volk beschützen.

Herrn Ith Leang Hour nach hat der Tempel einen unterirdischen Tunnel, der dem Tempel und dem Mekongfluss verbindet. Im Jahr 1962 versuchte der damalige Abt der Pagode Han Chey die Legende nachzuprüfen. Er lies 5 Kokosnüsse in das Loch fallen. Die ersten zwei Nüsse tauchten aber nach einiger Zeit nicht im Mekong auf. Erst nach drei mehr Nüssen, die dann noch einmal reingeworfen wurden, waren sie alle fünf im Fluss auf dem Wasser zu sehen.

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Prasat Andong Preng                       Herr Ith Lieng Hour                der Andong (Brunnen) im Tempel

 

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